April, April? – Was Leser in Paulas Romantik im April erwartet!

Liebe Leserinnen und Leser,

übermorgen wird es sicherlich ziemlich oft, „April, April!“ heißen. Aber in diesem Fall erlaube ich mir keinen Aprilscherz, wenn ich Euch mitteile, dass es jetzt amtlich ist. Ab Mittwoch 01. April 2015 nehme ich am NaNoWriMo-Camp teil. Wer selbst mitmacht und mich kontaktieren möchte, oder wer sich einfach nur daran weiden will, wie ich mich damit abmühe 50.000 Worte im April zu schreiben, der wird unter dem folgenden Link fündig:

http://campnanowrimo.org/campers/paula-grimm.

Natürlich freue ich mich über Resonanz im Camp und/oder zum Felicitasroman. Denn um dieses Projekt geht es im April. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Ihr hier kein Lesefutter bekommt. Fertige Kapitel werden in der Kategorie Felicitasroman zeitnah eingestellt. Da ich aber gerade auch dabei bin, das Orcaprojekt noch einmal zu überarbeiten, damit es spätestens Mitte Mai als Ebook veröffentlicht werden kann, wird es in den nächsten Wochen wenig Bonusmaterial und Kapitel des Engelromans geben. Entschuldigt bitte, dass es nicht an allen Stellen mit voller Kraft weitergehen kann! Und vielleicht mögt Ihr mir die Daumen drücken, dass ich diesmal 50.000 Worte schaffe! Als ich mich eben für das Camp eingeschrieben habe, wurde mir nämlich erst so richtig bewusst, wie sehr es mich wurmt, im November 2013 „nur“ 28.000 Worte geschrieben zu haben. Das war übrigens der erste Anlauf für das Felicitasprojekt. Ich hoffe, dass in diesem Fall aller guten Dinge zwei sind! 😉

Ich wünsche Euch allen alles erdenklich Gute, viel Erfolg mit Euren Projekten und beim NANo, wenn Ihr im Camp dabei seid!

Liebe Grüße

Paula Grimm

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Stella Engel: Der erste Schutzauftrag: 10. Die Gedanken- und gefühlsbrücke für Magdalena und Lea

Guten Tag Ihr Lieben,

montags immer Engelroman! Das habe ich auch diesmal wieder geschafft. Es ist so ein Übergangskapitel geworden. Dabei geht es wieder einmal darum, was Schutzengel so können. Das Kapitel hat aber einen anderen Titel bekommen, als ich letzte Woche geschrieben habe. Und nächste Woche geht es rund mit Bällen und anderen runden Sachen!

Liebe Grüße

Paula Grimm

10. Die Gedanken- und Gefühlsbrücke für Magdalena und Lea

„Wir müssen reden!“
hat Vanessa zu Leo Bass gesagt. Und Lea Hafenmeisters Gesicht hat einen verzweifelten Ausdruck bekommen.
„Das ist nicht schlimm. Die Stella oder ich begleiten Sie zu Magdalena!“ sagt Raela. Ich habe die Missgunst, die in Vanessa aufgekeimt ist, gespürt und habe gesagt:
„Raela arbeitet in dem Krankenhaus, in dem Ihre Freundin ist. Und da sie keine Verwandten hat, und weil es nicht um eine Entscheidung sondern um einen Besuch geht, wird man Sie zu Ihrer Freundin lassen und auch nichts dagegen haben, dass ich Sie begleite!“
Und auch Herrn Bass ist nicht entgangen, dass seine Freundin sich einmischen will.
„Wir haben wirklich zu reden!“ hat er an seine Freundin gewendet gesagt, bevor er sich zu Lea Hafenmeister gewendet hat, um ihr zu sagen: „Und das nächste Mal gehe ich natürlich gern mit!“

Wir fahren mit Raelas Auto zum Krankenhaus. Lea Hafenmeister sitzt auf dem Rücksitz, Raela fährt. Und ich sitze auf dem Beifahrersitz. Autos sind wirklich nicht mein Ding. Ich fühle mich irgendwie eingesperrt, obwohl Raela einen Kombi fährt, der ja gar nicht so klein ist. Vor allem, wenn wir an einer Ampel stehen, fühle ich mich unbehaglich.

„Was wirst Du für Frau Hafenmeister und Magdalena jetzt tun?“ fragt Raela mich nach Engelart.
„Ich werde unseren himmlischen Chef um Erlaubnis bitten, Die Gefühls- und Gedankenbrücke von Mensch zu Mensch machen zu dürfen!“
„Das ist eine gute Idee. Du kannst das bestimmt sehr gut. Als ehemalige Seelenführerin musstest Du das sicher schon oft machen!“ Ich nicke. Und dann wende ich mich gedanklich an Gabriele.
„Darf ich gleich für ungefähr eine halbe Stunde die Gedanken- und Gefühlsbrücke für Lea und Magdalena sein, Herr und Meister?“
„Ich heiße Gabriel, Stella. Aber natürlich darfst Du Magdalena und ihrer Freundin auf diese Art helfen!“ lautet Gabriels Antwort. „Vielen Dank, Herr, äh, Gabriel!“

Wenige Sekunden später parkt Raela gekonnt rückwärts ein und stellt den Motor ab. Wir steigen aus. Und ich biete Lea Hafenmeister meinen Arm an. Sie hakt sich bei mir ein. Raela geht vor, um mit der Stationsschwester der Intensivstation zu sprechen, die ihre direkte Vorgesetzte ist, denn meine Mitbewohnerin ist seit zwei Jahren in dieser Abteilung beschäftigt.

Die Intensivstation,, die Säuglingsstation und die Säuglingsintensivstation befinden sich im Erdgeschoss des Marienhospitals. Als Frau Hafenmeister und ich die Station betreten, kommt uns eine kleine runde Frau Ende 50 entgegen. Unter ihrem Schwesternkittel trägt sie den Habit der Benediktinerinnen. Sie begrüßt uns freundlich, gibt uns sterile Kleidung und zeigt uns, wo wir uns die Hände waschen sollen.

Das Zimmer, in dem sich Magdalena befindet, ist wie alle Krankenzimmer auf der Station zum Flur hin offen. So können Schwestern und Ärzte jeder Zeit schnell und ungehindert zu den Patienten. Nur Magdalenas Bett, das medizinische Equipment und zwei Stühle befinden sich im Raum.

Wir setzen uns auf die beiden Stühle, die so nah am Krankenbett stehen, dass Frau Hafenmeister ihrer Freundin ganz einfach die Hand geben kann. Doch das traut sie sich zuerst nicht. Raela steht plötzlich in der Tür und sieht auf die Anzeigen der medizinischen Geräte und sieht ungefähr eine halbe Minute auf das, was sie anzeigen.
„Das ist gut! Alles stabilisiert sich. das heißt, Magdalena merkt doch, dass Ihr da seid und ihr gut tut. – ich warte dann im Schwesternzimmer auf Euch!“ Dann wendet sie sich ruhig ab , und wir hören sie den Flur entlang gehen.

Jetzt ist es an der Zeit für den Aufbau der Gefühls-und Gedankenbrücke. Diese Verbindung zwischen einem schwer kranken oder sterbenden Menschen und einem Verwandten oder Freund herzustellen ist auch für gestandene Seelenführer oder Schutzengel alles andere als eine einfache Aufgabe. Wir brauchen dazu nicht nur die Erlaubnis unseres direkten Vorgesetzten und werden hart bestraft, wenn wir dieses Einverständnis nicht einholen. Für diese Aufgabe benötigen Engel eine besondere Auge-Hand-Koordination, für die äußerste Konzentration und Hingabe sowie eine ruhige, starke und flexible Engelhand erforderlich sind. Und das ist wie mit allen schwierigen Dingen. Wenn ich beschreibe, was ich dabei zu tun habe, klingt es ganz einfach. Schließlich wische ich nur die Vorbehalte und Ängste weg, die Lea Hafenmeister hat, und die sie blockieren. Und für Magdalenas Lebenszeichen, die so gering sind, dass ihre Freundin sie nicht süßen kann, bin ich der Verstärker. Wenn man bedenkt, was eine Engelhand so kann, wie wandlungsfähig sie ist, klingt das doch ganz einfach, oder?

Eine Schwierigkeit ist dabei, dass Blockaden und Lebenszeichen immer gleichzeitig auftreten und koordiniert werden müssen. Dazu ist eine absolute Hingabe und große Flexibilität nötig. Denn die Kommunikation zwischen den beiden Menschen darf nicht einmal für den kleinsten Bruchteil einer Sekunde abreißen.Und ein Engel muss absolut ruhig und geduldig bleiben dabei. Denn Hast und Ungeduld setzen Menschen unter Druck, so dass sie nicht mehr sie selbst sein können. Und wenn man sich diese Aufgabe wie ein Band zwischen zwei Menschen vorstellt, wird klar, dass der Kontakt gerade durch Ungeduld und Eile besonders leicht abreißen kann.

Ich mache aus meiner linken Menschenhand wieder meine Engelarbeitshand, indem ich sie konzentriert mit meinem dritten Auge ansehe, bis mein Handrücken in Purpur und blau zu leuchten beginnt. Eine wichtige Regel bei dieser Aufgabe ist, dass ich die Menschen nicht direkt und auf Menschenart berühren darf. Auch das wäre ein unzulässiges Druckmittel. Dann bekämen die beiden meine Gegenwart deutlich zu spüren. Ich muss aber unerkannt bleiben. Denn auch das hilft ihnen sie selbst zu sein und sich ungestört miteinander zu befassen.

Das Erste, was ich spüre ist, dass sich Lea Hafenmeister nicht traut, Magdalena die Hand zu geben, obwohl sie genau das gern möchte. Also wische ich ihre Scheu weg. Und tatsächlich tastet Frau Hafenmeister nach Magdalenas Hand, um sie liebevoll zu halten.

Zunächst sagt sie nichts. Sie weiß ja nicht, ob Magdalena überhaupt etwas wahrnimmt. Und ich verliere Gott sei Dank nicht die Geduld. Denn es dauert seine Zeit, bis Lea Hafenmeister die kleinen Lebenszeichen, die ihr Magdalena übermittelt, mit allen Fasern ihres Seins aufgespürt hat und in der Lage ist, mit ihrer Freundin zu sprechen.

Und schließlich beginnt Frau Hafenmeister leise mit Magdalena zu sprechen. Es fällt ihr natürlich nicht leicht. Das hört man ihrer Stimme auch sehr deutlich an. Sie redet langsam und macht Pausen, in denen sie sich auf Magdalena und das konzentriert, was sie über ihre Hand von ihrer Freundin erspüren kann.

„Ich bin froh, dass Du noch da bist!“ Und dann erzählt sie alles, was sei seit gestern Abend, seit Magdalena zur Chorprobe gegangen ist, erlebt hat.
„Und der Leo hat ganz fest versprochen, dass er das nächste Mal auch mit kommt! Er vermisst Dich genauso, wie ich Dich vermisse. Er kann das bloß nicht so zeigen. Schließlich ist die Vanessa auch noch da. Und sie macht furchtbaren Ärger und regt sich schrecklich auf!“

Und dann wird meine Gelassenheit und Ruhe auf eine harte Probe gestellt.
„Die beiden Frauen aus dem Brunnenweg, von denen ich Dir eben erzählt habe, die sind wirklich richtig nett und hilfsbereit. Sie haben so eine praktische Freundlichkeit, wie sie auch Deine Tante hatte. Und dabei sind sie ganz natürlich. So stelle ich mir Engel vor!“
Wie gut, dass sie nicht gesagt hat, dass wir Engel sind. Solche Sachen sagen Menschen meistens zwar nur so dahin, aber man kann ja nicht genau wissen, ob sie auf diese Weise Engeln tatsächlich auf die Spur kommen.

„Sie nehmen auch die Daisy zu sich, wenn ich das möchte. Und meine Mutter und die Larissa beschweren sich immer mehr, dass mein Vater so viel Zeit mit ihr verbringt. Der ist eigentlich froh, dass er jemanden hat, mit dem er viel draußen sein kann. Wir holen Daisy gleich ab. Dann lasse ich sie erst einmal mit den beiden Ball spielen. Wenn sie das zulässt, ist das ja immer das Zeichen, ob sie jemanden mag oder nicht. Aber ich glaube, sie werden sich wirklich mögen!“

Wieder entsteht eine kleine Pause, in der sich Lea Hafenmeister auf Magdalena konzentriert. Und wir merken beide, dass es jetzt genug für sie ist.
„Ich hab’ Dich lieb und bete für Dich! Und morgen Nachmittag kommen der Leo und ich Dich besuchen!“

Sie drückt kurz die Hand ihrer Freundin und steht auf. Und während ich auch aufstehe, verstärke ich mein Schutzsiegel für Magdalena und lasse meine Hand wieder zu einer einfachen Menschenhand werden.

„Frau Engel, sind sie noch da?“ fragt Frau Hafenmeister, die so erleichtert über das Erlebte ist, dass sie noch nicht ganz in der neuen Situation angekommen ist.

„Ich bin hier!“ antworte ich und biete ihr wieder meinen Arm an. „Ich habe wirklich gar nicht gemerkt, dass Sie noch da waren!“
„So soll es auch sein! Es ist gut, dass sie sich ganz auf sie konzentriert haben.“

Als wir vor dem Krankenzimmer stehen, kommt Raela auf uns zu. Sie sagt nichts, denn sie merkt, wie gut alles gegangen ist.

„Ich möchte sie gern noch zu einer Tasse Kaffee einladen, bevor wir zu meinen Eltern fahren.“
Das schlagen wir ihr natürlich nicht aus, obwohl wir auch ohne diese Geste spüren, wie dankbar sie uns ist. Und was haben wir gleich zu Anfang des Schutzengelseminars gelernt? Für Menschen ist es gesund, wenn sie zur Dankbarkeit fähig sind und sie ausleben dürfen.
© Paula Grimm, 2015

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Hausreinigung: Die reinigende Wirkung von Weihrauch und Asant

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

im neunten Kapitel des Engelromans, das ich gestern Nachmittag in diesem Blog veröffentlicht habe, erwähnt Arunja nicht zum ersten Mal, dass sie eine Hausreinigung mit Räucherwerk machen will. Die reinigende Kraft des Feuers und des dazu gehörigen Rauchs hat seit Jahrtausenden in zahlreichen Kulturen Tradition. Dies gilt auch für die beiden getrockneten Harze, die Arunja genannt hat, Weihrauch und Teufelsdreck.

Weihrauch (olibanum)

Weihrauch war bereits im alten Ägypten bekannt. Es wurde bei unterschiedlichen religiösen Zeremonien verbrannt und auch bei der Mumifizierung verwende,t. Es wird aus dem Weihrauchbaum gewonnen. Die Rinde des Baumes wird aufgeschnitten und das abfließende Harz wird aufgefangen und getrocknet. Das Harz wird ab März zwei bis drei Monate lang geerntet. Es gibt drei Qualitätsstufen des Harzes. Je später die Ernte, desto hochwertiger der Weihrauch, lautet die Faustregel.

Weihrauch wird nicht nur eine reinigende Wirkung sondern auf Heilkraft zugewiesen. In verschiedenen Medizintraditionen wird das Harz zum Beispiel gegen chronische Erkrankungen wie Rheuma, chronischen Darmentzündungen etc. eingesetzt.

Doch Vorsicht ist geboten! Das betrifft auch das Räuchern mit Weihrauch. Denn Weihrauch enthält den selben krebserregenden Stoff wie Tabak. Mehr zu Traditionen, religiöser Bedeutung und gesundheitlichen Aspekten des Weihrauchs findet Ihr unter http://de.wikipedia.org/wiki/Weihrauch.

Teufelsdreck (Asant)

Der offizielle biologische Name des Doldenblütlers lautet Ferula Assa Foedita. Die Pflanze ist im Iran, Afghanistan, Indien und Pakistan heimisch. Sie kann bis zu drei Meter hoch werden. Auch aus ihr wird wie beim Weihrauchbaum Harz entnommen. Dieses Harz wird zu verschiedenen Produkten, ätherisches öl etc. verarbeitet. In getrockneter Form sieht das Harz rotbraun aus. Seines knoblauchartigen Geruchs wegen wird Asant auch als Stinkasant oder Teufelsdreck bezeichnet. In manchen Regionen der Welt wird das öl auch als Ersatz für Knoblauch und Zwiebeln verwendet. Angaben zu Asant und seiner Verwendung findet Ihr auf http://de.wikipedia.org/wiki/Asant.

Weihrauch und Asant werden in verschiedenen Kulturen als Heil- und Reinigungsmittel genutzt. Auch Asant wird als Medikament bei Verdauungsproblemen eingesetzt. Als Räucherwerk entwickelt es einen noch stärkeren Geruch als Weihrauch. Das habe ich bei einem Seminar im Jahr 2008 am eigenen Leib zu spüren bekommen. 😉

Hausreinigung

Damals, als wir uns zu diesem Wochenendseminar getroffen haben, habe ich eine Sache fürs Leben gelernt, was das Räuchern mit Weihrauch und Asant betrifft. Weniger ist mehr. Auch für eine Hausreinigung im klassischen Sinn reichen zwei oder drei Harzkörnchen.

Die Idee ist, dass der Ruß, der bei einer Räucherung entsteht, andere Partikel, die sich in der Raumluft befinden, bindet. Aus diesem Grund schließt man zuerst alle Türen und Fenster und geht mit dem Räuchergefäß durch alle Räume und sorgt dafür, dass der Rauch auch in alle Winkel steigt, damit alles, was die Raumluft verunreinigt, durch den Rauch aufgenommen werden kann. Damit der Rauch und alles andere nicht in den Räumen bleibt und wieder in seine Einzelbestandteile zerfällt und in den Zimmern bleibt, öffnet man direkt nach dem man überall geräuchert hat, die Glut im Räuchergefäß gelöscht ist, alle Fenster und Türen, damit der Luftzug den Rauch vollständig aus dem Haus trägt.

Räuchern kann man auch, um sich zu stärken und zu erfrischen. Wer nicht mit Feuer hantieren möchte, kann sich auch mit ölen in Wassergefäßen aromatisch behandeln oder einfach nur etwas Gutes tun! Viel Vergnügen und/oder Erfolg dabei!

Liebe Grüße

Paula Grimm

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Stella Engel: Der erste Schutzauftrag: 09. Im Dienst der Esoterik?

Guten Tag Ihr Lieben,

montags immer Engelroman! Und an diesem Montag folgt das neunte Kapitel über den Schutzengel Stella. Viel passiert nicht. Stella muss sich an manche Unarten der Menschen erst einmal gewöhnen. Im nächsten Kapitel, 10. In Leas und Magdalenas Gedanken, besucht Stella Magdalena zum ersten Mal und hilft ihrer Freundin Lea sich auf die Situation einzustellen. Naja, jetzt geht es erst einmal um den Dienst an der Esoterik!

Liebe Grüße

Paula Grimm

09. Im Dienst der Esoterik?

Gemütlich schaukelnd sitzt mein irdischer Chef auf seinem Platz in der Küche, als es an der Haustür klingelt. Thessa kommt freudig bellend die Kellertreppe herauf, geht zur Tür und öffnet sie mit der linken Vorderpfote .Auch Herr Bass kommt aus seinem Arbeitszimmer, um „seinen Gast zu begrüßen. „Guten Tag, Lea!“
Er nimmt die kleine runde Frau kurz in den Arm. Dann fragt er sie, ob er ihr ihren Rucksack abnehmen darf,um ihn ins Gästezimmer zu bringen.
„Das sieht aus, als ob sie länger bleibt!“ Flüstert Arunja Herrn Krämer zu. Der setzt einen sehr angewiderten Gesichtsausdruck auf. Die Ablehnung, die dieser Mensch ausstrahlt ist so stark, dass ich spontan reagieren muss. Ich sehe wie gestern Abend mit meinem dritten Auge auf meinen linken Handrücken, um sie zu einer Engelhand zu machen, bevor ich die Handfläche in Richtung meines irdischen Chefs zeigen lasse und einmal heftig nach unten streiche. Es fühlt sich unangenehm an, wenn ein Engel Zorn, Abneigung oder andere negative Gefühle wegwischen muss, damit sie sich nicht in einem Raum ausbreiten können und keinen Schaden mehr anrichten. Das widerliche Pulsieren in meiner Linken hört nicht so schnell auf, wie ich gehofft habe.
Krämer merkt sogar, dass irgend etwas passiert ist und hört kurz auf zu schaukeln. Auch Arunjas Gesicht zeigt, dass auch sie etwas gespürt hat. Doch sie wirkt einen Augenblick lang irritiert. Und danach leuchtet nicht einmal ein Kleiner Funke des Verstehens in ihren Augen auf. Also hat auch sie keine Ahnung davon, was ich getan habe.

Während Leo Bass das Gepäck ins Gästezimmer trägt, kommen Frau Hafenmeister und Thessa an den Küchentisch und setzen sich.

Als der Hausherr in die Küche kommt, fragt er:
„Wie wäre es mit einem kleinen Imbiss?“
„Aber wirklich nur eine winzige Kleinigkeit! Wir wollen heute Abend ja schließlich mit unserem gesamten Team hier im Garten grillen, nicht wahr, Bendix?“ „Grillen, hier im Garten, mit allen, die auf der Line arbeiten?“

Da Herr Bass gerade dabei ist neuen Kaffee zu machen, kann man sein Gesicht nicht sehen. Aber seine Stimme klingt sehr ungehalten. Und obwohl ich ihn noch nicht gut kenne, höre ich ihm an, wie selten er so spricht.

„Mit Frau Engel sind wir doch nur zwanzig Leute!“ nuschelt Bendix Krämer. „Was soll das heißen, nur zwanzig Leute?“

„Hast du etwa keinen Grill, oder was?“ fragt Bendix.
„Aber natürlich hat er einen Grill im Keller. Das hab’ ich bei der Hausreinigung gesehen, die ich an dem Tag gemacht habe, an dem wir die Seherline eröffnet haben!“ Arunja zündet sich eine Zigarette an und redet einfach weiter.
„Ich hab’ den Holzkohlengrill, ein Motorrad und anderen Krempel, der wahrscheinlich einem Verstorbenen gehört hat, in einem der beiden Kellerräume gesehen, als ich mit dem Weihrauch durchs ganze Haus gegangen bin. – Ich sag’ dir was, Leo, du solltest dich von diesem morbiden Gerümpel trennen. Je mehr man davon im Haus hat, desto häufiger und gründlicher muss es gereinigt werden. Diesmal muss ich schon Teufelsdreck anstatt Weihrauch nehmen. Außerdem wird man selbst ganz morbide von diesen morbiden Sachen!“
„Wo sie recht hat, hat sie recht! Du bist mindestens schon so morbide wie die Sachen, die du seit dem Tod deines Bruders da unten aufbewahrst. Und Du bist auch schon fast so Tot wie Dein Bruder!“
Und während Krämer das sagt, grinst er die ganze Zeit, schaukelt auf seinem Stuhl hin und her und drückt seine Fäuste in seine Augen.Und mir bleibt nichts übrig als noch einmal die Abwehrgeste zu machen, die bereits vor wenigen Minuten schon zum Einsatz kommen musste.

Leo Bass hat inzwischen den Tisch gedeckt und stellt eine Schüssel mit griechischem Salat und einen Korb mit Fladenbrot dazu.
„Vielleicht ist es wirklich eine gute Idee so viel als möglich zu verkaufen. Und als Erstes stelle ich den Grill in die Zeitung. Ich kann mit dem Teil ohnehin nicht umgehen und ihr wahrscheinlich auch nicht!“
„Und was ist mit dem Motorrad? – Damit kannst du Blindfisch nix anfangen. Manche Sachen im Leben laufen einfach dumm ab. Es war eben Pech, dass du mit 15 Jahren blind geworden bist. Und die Ärzte werden bestimmt zu deinen Lebzeiten nichts finden, was dir so was wie eine Erleuchtung bringt!“
„Ich müsste dir das nicht sagen. Die Maschine ist nur deshalb noch da, weil ich bisher noch niemanden gefunden habe, dem ich sie schenken kann. Ich habe dem Richard Versprochen, dass ich seine Honda nicht verkaufe, dass ich sie verschenke!“ „Das solltest du aber bald tun!“
sagt Arunja eindringlich.

Leo Bass holt die Thermoskanne, stellt sie auf den Tisch und setzt sich auf die Eckbank.
„Wenn Ihnen , Frau Brettschneider, die Aura meines Hauses zu morbide erscheint, können Sie Ihre Partys und Besprechungen in Ihrem Haus abhalten. – Und Bendix, Du könntest Dir eine eigene Wohnung suchen, wenn es Dir hier nicht gefällt! Ich werde mich erst in meinem Urlaub um diese Sachen kümmern, also ab Mitte Juli! „Schenk’ Du den Kaffee aus, Kindchen!“weist mich Arunja an.
Ich gehe mit der Kanne herum und gieße allen Kaffee ein.
„Kannst Du mit einem Holzkohlengrill und einem Zapfhahn umgehen, Kindchen ?“ fragt Krämer grinsend, schaukelnd und in den Augen bohrend.
„Ich kann grillen, zapfen und einen Motorradführerschein habe ich auch, weil ich volljährig bin und ihn schon machen durfte. Und weil ich schon groß und Vielseitig bin, bin ich nicht Ihr Kindchen, sondern Ihre Kollegin Frau Engel!“
„Na, da sieh’ mal einer an, unsere Frau Engel ist tatsächlich auch so eine von den Organlieferantinnen!“
Diese Worte und ihr spöttischer Blick prallen aber an mir ab. Das merkt sie auch. Und ich gebe zu, dass es mir eine Genugtuung ist, wie sehr sie sich darüber ärgert. Und auch Leo bass übergeht diesen Spott einfach und sagt:
„Sie können sich die Maschine ja bei Gelegenheit mal ansehen!“ „Sehr gern!“ antworte ich.
„Krieg’ ich denn hier gar nichts zu essen?“ fragt Bendix Krämer.
Ich biete an, allen Salat aufzutun. Und auch Arunja lässt stich bedienen. Der Salat ist vorzüglich und alle langen auch beim Fladenbrot kräftig zu. Vor allem Bendix Krämer und Frau Brettschneider üben alles andere als vornehme Zurückhaltung. Zunächst sagt niemand etwas. Aber auch das ist keine Zurückhaltung. Und es ist ebenfalls nicht das gefräßige Schweigen, von dem man häufig spricht, wenn Leute an einem Tisch sitzen, gemütlich essen und nichts sagen. Niemand will der Nächste sein, der eine zynische Bemerkung macht.
êEigentlich haben wir heute gar keine Zeit für eine Grillparty, die Lea und ich. Wir wollten Magdalena besuchen. Sie hat ja schließlich keine Verwandten!“ sagt Herr Bass.
„So lange könnt Ihr sowieso nicht bleiben. Sie ist ja auf der Intensivstation.“ meint Krämer.

Mir reichen die Sticheleien. Und ich schlage vor:
„Für so eine große Party muss man zuerst einen Großeinkauf machen. Meine Mitbewohnerin hat ein Auto und hilft uns sicher gern. Und dann geht es auch schneller. Und sie haben noch genug Zeit Ihre Freundin zu besuchen.“ „So lange sie nicht als Gegenleistung verlangt mitgrillen zu dürfen!“ meint Krämer grinsend.
„Warum eigentlich nicht?“ fragt Leo Bass und fügt verschmitzt lächelnd hinzu:
„Wer mitmacht und mitessen darf, das hängt wohl ganz davon ab, wer die Zeche bezahlt. Denn wer bezahlt, bestimmt, was es gibt und bestimmt, wer was bekommt. Und ich nehme nicht an, dass einer von Euch bezahlt. Außerdem gilt immer noch die Regel. Wer arbeitet, muss auch essen.“
„Die erste Rechnung für unser erstes Vierteljahr kommt erst am 15. Juni, das wie#t Du doch!“
„Dann ist ja alles klar, Bendix! Ich bezahle. Aber das ist wirklich das letzte Mal. Das heißt aber auch, dass die Lea, die Frau Engel und ihre Mitbewohnerin mit von der Partie sind, wenn sie gern dabei sein mögen und damit basta!“

„also gut!“ meint Arunja in scheinbar versöhnlichem Ton.
Sie greift in ihre Handtasche, die an ihrer linken Stuhllehne hängt. Sie holt einen Kugelschreiber und einen Block heraus, reißt die Obere Seite des Blockes ab und schiebt mir die Schreibsachen hin. „Für den Einkaufszettel!“

Sie diktiert. Ich schreibe. Und mein irdischer korrigiert die Mengenangaben. Schließlich kommen auch die Getränke an die Reihe.
„Ei Bierfass, fünf Liter, zwei Sixpacks Weißwein, zweimal Rotwein eine Kiste Wodka, drei Flaschen weißer Rum für Colarum, sechs Flaschen Belize, ähm!“
„Das reicht wohl, was die Spirituosen betrifft. Ein paar Flaschen Whisky habe ich zum Beispiel durchaus noch hier.“
„Wir brauchen noch mehrere likeurähnliche Sachen. Die Frauen mögen es ja immer lieber süß!“ meint Krämer.
„Du meinst wohl, dass Du es besonders gern süß magst! – Jetzt verstehe ich auch, woher Eure so genannte Spiritualität herkommt, von den vielen verschiedenen Spirituosen.“
Und wieder zeigt sich auf Leo Bass’ Gesicht ein verschmitztes Lächeln, das noch ausgeprägter ist, als das, was er an diesem Tag schon einmal gezeigt hat.

Als mir Arunja zu verstehen gibt, dass die Liste fertig ist, steht Herr Bass auf und sagt zu Thessa: „Thessa, bring’ das Geschirr! Wir müssen noch Geld holen!“
Und ich nehme mein Handy und rufe Raela an.
Eine halbe Stunde später sind Herr Bass, Thessa und auch Raela da. Von Arunja und Bendix ist weit und breit nichts zu sehen und zu hören.
„Die sind bestimmt in diesem neuen Esoterikladen und kaufen Teufelsdreck und anderen Räucherkram, um sich selbst und uns heute Abend zu benebeln!“ meint Frau Hafenmeister. „Also, auf zum Dienst an der Esoterik!“ sagt Herr Bass.

Wenige Minuten später sind wir im Ersten der beiden Supermärkte, in denen wir auf Raelas Rat einkaufen wollen. Es ist ungewöhnlich voll für einen Dienstagnachmittag. Wir stehen an der Fleischtheke an, an der wir Bauchfleisch und Grillwürstchen kaufen wollen, das hier im Angebot ist, als Leo Bass von einer blonden Frau Anfang dreißig angesprochen wird. „Hallo Leo, Schatz!“
Mir kommt die schlampige Aussprache sofort bekannt vor.
Herr Bass dreht sich sofort um, und ich sehe Thessas unglückliches Gesicht.Und das kommt nicht daher, dass es ihr verboten ist, auf die andere Seite der Fleischtheke zu gehen. „Hallo Vanessa! Warum meldest Du Dich denn nicht, wenn man Dich anruft?“
„Ich war doch Zehn Tage im Kloster. Arunja hat mir doch dieses Seminar für meditativen Tanz empfohlen! Und das war echt super!“ „Kannst Du nicht wenigstens bescheid sagen, wenn so was ist?“ „Der Bendix und die Arunja wussten doch bescheid!“
„Die wussten bescheid, aber Du weißt, dass sie den ganzen Tag nur labern, ohne, dass was dabei ‚rumkommt!“
„Ich komme übrigens heute Abend auch. Ich hab’ gerade mit der Arunja gesprochen, dass ich allen zeigen kann, was ich gelernt habe!“ Inzwischen hat Raela die Bestellung aufgegeben.
Leo Bass wendet sich von seiner Freundin ab und spricht 5:1 Verkäuferin an: „Und dann noch zwei schöne ungewürzte Koteletts für die Hunde!“
„Aber es ist doch nur noch die Thessa!“ sagt Lea Hafenmeister. erschrocken und muss schlucken.

Die Verkäuferin nennt den Preis. Und Herr Bass wendet sich an Frau Hafenmeister.
„Wenn die Daisy nicht bei Deinen Eltern bleiben kann, dann finden wir hier in der Gegend schon jemanden, der ein so herzensgutes Tier aufnimmt!“ Raela sieht mich begeistert an, und ich nicke.
„Also, wir, die Frau Engel und ich sind uns einig, dass wir auf den Hund kommen wollen.Wenn Ihr Hund uns mag, nehmen wir ihn gern. Und Sie können ihn besuchen, wann immer Sie wollen. Wir wohnen im Brunnenweg.“

Ich nehme den Karton mit dem Fleisch entgegen und stelle ihn in einen der beiden Einkaufswagen, die wir dabei haben. Und wir machen uns gefolgt von Vanessa Krämer auf den Weg zu den Spirituosen. Raela sieht mich fragend an. Und ich beantworte ihre Frage auf Engelart. „Die ist sicher von dieser Arunja beauftragt alles zu beobachten!“
Und sie beobachtet nicht einfach nur. Sie fragt uns aus. Woher wir kommen? Was wir so tun? Woher wir uns kennen?Warum ausgerechnet wir zusammen wohnen? Es fällt uns dabei nicht leicht uns auf den Einkauf von Lebensmitteln, Einweggeschirr etc. zu konzentrieren. Natürlich hilft sie uns nicht bei der Einkauferei. Und als wir bezahlt haben und die Wagen beladen, um sie zum Auto zu bringen, ist es Herr Bass, der zu seiner Freundin sagt:
„was soll die Fragerei? Wenn Du nicht helfen willst, kannst Du ja schon mal nach Hause gehen und Dich um die Vorbereitung des Gartens kümmern!“
Aber sie geht nicht nach Hause. Sie fährt uns mit ihrem Auto hinterher zum zweiten Supermarkt. Aber wenigstens hört sie mit der Fragerei auf.

Es ist drei Uhr, als wir wieder im Haus von Herrn Bass ankommen.
Nachdem die Einkäufe ausgepackt und verstaut sind. Einigen wir uns darauf, dass Raela, Frau Hafenmeister und ich zum Krankenhaus fahren, um Magdalena zu besuchen. Und dass wir danach zusammen zur Familie Hafenmeister fahren, um Daisy abzuholen, bevor wir dann spätestens um halb sechs wieder zurückkommen, um bei den Vorbereitungen für das „Esoterikgrillen“, wie Leo Bass es nennt, zu helfen. Bevor ich das Haus verlasse, gehe ich zu Thessa:
„Tut mir leid, dass Du so lange auf die Sache mit Daisy warten musstest. Aber die Zankerei und die Arbeit im Dienst der Esoterik ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Da habe ich meinen Einsatz nicht gefunden!“

“Kein Problem!“ denkt Thessa zu mir hin.
Und zwei freundliche Hundeaugen lächeln mich einfach nur an. © Paula Grimm, 2015

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Stella Engel: Der erste Schutzauftrag: 08. Unter vier Ohren Mit Thessa

Guten Tag Engelfans,

heute ist Montag und montags immer Engelroman! Im achten Kapitel unterhält sich Stella mit Thessa, der Blindenführhündin von Leo bass. Und dabei erweist es sich nicht zum letzten Mal als Gut, dass die sprachbegabte Stella ausgerechnet diesen Schutzauftrag bekommen hat. So kann sie sich ganz ungehindert mit dem Tier unterhalten. Ich wünsche Euch gute Unterhaltung bei diesem Kapitelchen!

Liebe Montagsgrüße

Paula Grimm

08. Unter vier Ohren Mit Thessa
Ich sitze in der Küche und mir wird klar, wie schroff ich mich Arunja und Bendix gegenüber verhalten habe.”Angemessen ist wohl ganz anders!” denke ich.
“Und warum hat Gabriel mein Verhalten nicht kritisiert oder mit einer Strafe geahndet?”
Ich vermute, er will, dass ich selbst herausfinde, wie ich am Besten mit ihnen umgehen soll. Man lernt eben nie aus, auch oder gerade, weil man ewig ist.Ich bin so in meine Gedanken versunken, dass ich nicht bemerke, wie Thessa in die Küche kommt.

Sie stupst mich freundlich mit ihrem Maul an und denkt mit ihrer inneren Stimme in meine Richtung: “Hallo Stella!”
Sie weiß natürlich zunächst nicht, dass ich nicht nur merke, wie sie sich mir zuwendet, sondern dass ich sie auch verstehen kann. Also denke ich konzentriert zu ihr hin: “Hallo Thessa!”
Und sie begreift sofort, wie gut wir uns über unsere inneren Stimmen und Ohren verständigen können. Und sie beschließt sich mit mir zu unterhalten.
“Sag’ mal, Stella, was bist du eigentlich für ein Wesen? Zugegeben, du siehst aus wie’n Mensch. Du riechst auch beinahe so und hörst dich auch fast so an. – Aber eben nur fast!”
“Ich bin ein Schutzengel, der gestern in Menschengestalt auf die Erde geschickt wurde!”
“Hm, Schutz klingt gut. Schutz klingt sogar sehr gut. – Aber du bist doch nicht etwa, zur Strafe, zum Schutz für bendix und/oder arunja hier, oder?”
„Gott sei Dank nicht! Ich bin der Schutzengel für Magdalena. Und ich soll nicht nur auf sie aufpassen, weil sie im Krankenhaus ist. Ich soll ihr Leben in Ordnung bringen!”
Und weil mein Herr, der Leo, der Bendix und auch die Arunja mit Magdalena zu tun haben, musst du für diese beiden Angeber und Spinner da oben arbeiten. Als Tarnung sozusagen.” “Genauso ist es!”
“Und du redest jetzt nicht auch noch mit deiner menschlichen Stimme zu mir, weil auch sie dann merken würden, dass wir uns ohne Einschränkung unterhalten Können, nicht wahr?” “Auch das stimmt ganz genau!”
“Dann möchte ich wissen, ob du auch für diese Liebessachen zwischen den Menschen zuständig bist.” “Aber selbstverständlich! Ich bin für alles zuständig, was Magdalena betrifft!” “Dann besteht ja durchaus noch Hoffnung!”

Thessa macht eine Pause, legt ihren schokobraunen Kopf auf meinen Schoß und lässt sich die Ohren kraulen.”Aber, was das angeht, müssen wir Geduld haben. Erst muss Magdalena wieder so gesund als möglich werden. Und es wird auch seine Zeit dauern, weil ich als Schutzengel einige Möglichkeiten habe, positiv auf Menschen einzuwirken, aber ich muss den menschlichen Willen respektieren.!
“Das verstehe ich. Aber mir geht langsam in dieser Sache die Geduld aus. Es geht mir auf den Geist, dass die Freundin meines Herrn immer noch da ist und sich immer mehr aufspielt. Seine Freundin ist zur Zeit die viel jüngere Schwester von Bendix. Sie heißt übrigens Vanessa und ist Tänzerin und Tanzlehrerin. Die ist nur anders schlimm als ihr Bruder. Aber wie dem auch sei! – Du sagst, dass Magdalena erst so gesund als möglich werden muss, bevor du in der Liebessache etwas machen kannst. Was wird ihr denn fehlen, wenn ich fragen darf?”
“Ihre Stimme wird ihr fehlen. Besser gesagt, sie wird nach dem Unfall nicht mehr sprechen können.”
Auf dem freundlichen Hundegesicht breitet sich Entsetzen und Trauer aus. Und Thessa muss ein betroffenes Heulen unterdrücken.
“Ich verstehe zwar nicht alles, was Menschen so von sich geben und manchmal ist das wahrscheinlich auch besser so, aber es gibt viele Menschenstimmen, die mir gefallen. Und zu den Stimmen, die ich sehr gern gehört habe, gehörte die Stimme von Magdalena. Ich werde sie vermissen. Dafür müssen wir dann noch viel mehr Gekeife von Vanessa und arunja anhören. So eine Katzenscheiße!”
“Ich werde versuchen darauf zu achten, dass ihr Gelaber nicht allzu sehr Überhand nimmt!”

Thessa hat natürlich recht. Wo jemand ist, der nichts sagen kann, reden die Anderen noch mehr.”Und da ist noch etwas! Es hat nicht mit Magdalena zu tun aber mit ihrer Freundin Lea und uns Hunden. Willst du nicht vielleicht auch einen Hund haben? Deiner Tarnung schadet es doch wohl nicht, wenn du einen Hund hast!” “Nein, es schadet meiner Tarnung nicht.”
“Auch die Lea hatte einen Führhund. Und auch die Lea war in einen Unfall verwickelt. Ihr Hund, die Daisy, hat sie gerettet. Aber dabei wurde sie selbst so verletzt, dass der Tierarzt ihr einen Teil des rechten Hinterlaufs abnehmen musste. Sie kann jetzt nicht mehr als Führhund arbeiten und ist bei Leas Eltern. Aber Leas Schwester, die auch blind ist und noch bei den Eltern wohnt, fühlt sich vernachlässigt seit Daisy da ist. Und jetzt sucht Lea jemanden, der die Daisy haben will. Sie ist übrigens ein Schäferhundretrievermix.”
“Meine Mitbewohnerin hat gestern schon gesagt, dass sie gern ein Haustier hätte. Dein Herr hat ja gesagt, dass die Lea vorübergehend hier wohnt und gleich kommt. Ich werde das Gespräch auf Hunde bringen. Das lässt sich bestimmt regeln.” Ich streichele Thessa beruhigend den Kopf.

Plötzlich sindSchritte auf der Treppe zu hören und die Stimmen von Arunja und Bendix.
“Der Leo hat sicherlich keine Lust auf eine Grillparty heute Abend. Aber ich überrede ihn einfach.”
“Ist gut! Gut wäre, wenn wir vorher eine Hausreinigung machen. Ich komme dann früh genug mit dem Weihrauch.”
Thessa schüttelt sich.”Ich bin dann mal weg!” sagt sie zu mir und rast die Kellertreppe hinunter und wenige Sekunden später wird mir klar, warum sie es so eilig hat. Denn mit Arunja kommt ein fürchterlicher Geruch nach irgendeinem Duftöl, das überhaupt nicht zu ihr passt, dass sie gerade frisch aufgetragen haben muss, in die Küche. Und ich höre mit meinem inneren Ohr, wie Thessa vom Fuß der Kellertreppe zu mir nach oben denkt: “Die stinkt mir aber so was von gewaltig!”

© Paula Grimm, 2015

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Von meiner Begeisterung für faktische und magische Realitäten- Über den Felicitasroman und seinen magischen Realismus

Guten Tag Ihr Lieben, heute ist ein guter Tag, um Gedanken zum Thema Genre des Felicitasromans zu schreiben. Denn im Kapitel neun, das Ihr unter diesem Beitrag findet, zeigt sich das Pumaweibchen wieder im Jahr 2012 bei Tamara Sänft. Es ist Felicitas’ Krafttier. Wer dazu etwas lesen oder wiederlesen möchte, der wird unter dem folgenden Link fündig: https://paulasromantik.com/2015/01/27/auf-felicitas-spuren-im-zeichen-des-pumas/. . Auf die Frage, welchem Genre der Roman zugeordnet werden kann, antworte ich: dass es sich um einen Roman im Stil des magischen Realismus handelt. Diese Schublade mache ich auf, damit ich nicht ausersehen in ein anderes Fach gestopft werde, beispielsweise in die Schublade Fantasy, obwohl es verwandtschaftliche Beziehungen zwischen diesen beiden Genres gibt. Es ist kein Zufall, dass in meinem Romanprojekt auf die Vorstellung der Indianer, die besagt, dass Menschen vom Wesen ihrer Krafttiere auf ihrem Lebensweg begleitet werden, Bezug genommen wird. Das Genre des magischen Realismus begeistert mich schon sehr lange. Und mein Schreiben ist vor allem von der Art des Stils geprägt, wie man ihn in Süd- und Mittelamerika findet. Informationen zu dieser Kunstgattung findet Ihr unter dem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Magischer_Realismus. Der Begriff magischer Realismus taucht im Jahr 1925 in einem Artikel über eine Ausstellung auf. Diese Auseinandersetzung mit den Ausstellungsinhalten wurde von Franz Roh verfasst und in die spanische Sprache übersetzt. So gelang auch der Begriff des magischen Realismus in die gesamte spanisch sprachige Welt, wo er wörtlich übersetzt als Realismo magico bezeichnet wird. Das Genre, das aus faktisch realen Elementen und aus Aspekten der Mythologie, der Traumwelt, religiösen Inhalten,der Phantastik etc. komponiert ist, kam über Argentinien nach Süd- und Mittelamerika, wo es nicht nur in der bildenden Kunst sonder vor allem in der Literatur sehr eigenständige Ausdrucksformen bekam und etwa ab 1948 entwickelte sich gerade im Bereich der Literatur Lateinamerikas eine vielstimmige Art des magischen Realismus. Autoren wie Alejo Carpintier, Gabriel Angel Asturias und Arturo Oslar Petri sind die magischen Realisten der ersten Stunde für die lateinamerikanische Literatur. Sei grenzen ihre Literatur selbstbewusst gegen die Werke des magischen Realismus, wie er in Europa geschaffen wurde ab. Sie schöpfen ihr neues Selbstbewusstsein und die betonte Eigenständigkeit ihrer magisch realen Literatur aus der Erfahrung, dasein den Kulturen Süd- und Mittelamerikas faktisch reale und magisch reale Elemente im Alltag der Menschen verwurzelt sind. so dass diese beiden Elemente, die den magischen Realismus eigen sind, gleichberechtigt nebeneinander wirken und in die Literatur eingehen können., während in Europa und den vereinigten Staaten faktische und magische Wirklichkeit als unvereinbare Wiedersprüche angesehen werden, was sich selbstverständlich auch auf ihre Gewichtung und Interpretation in der Kunst auswirkt. Im oben genannten Artikel auf Wikipedia findet Ihr zusätzlich zu den Angaben zur Entwicklung des magischen Realismus auch Links zu bildenden Künstlern wie Matthias Brandys, Käthe Kollwitz etc. sowie zu Literaten aus aller Welt, die magisch real schreiben und zum Thema magischer Realismus in der Filmkunst. Von bildender Kunst und Film verstehe ich nichts. Wer mich aber nach meinen Vorlieben im Bereich der Literatur fragt, dem kann ich spontan antworten, dass ich bezogen auf den magischen Realismus die bewohnte Frau von Gioconda Belli und Chronik eines angekündigten Todes von Gabriel Garciá Marquez ganz besonders schätze. Das zweite Buch, das ich gerade erwähnt habe, kommt auch im felicitasroman vor. Denn sie hat es im Alter von acht Jahren aus der Leihbücherei geliehen, obwohl ihr die Bibliothekarin das Werk nicht aushändigen wollte. Und sie hilft einer Mitschülerin einen Aufsatz über die Frage zu schreiben, wer Angelica vor der Ehe entjungfert haben könnte. Felicitas’ weibliche Ahnenreihe stammt aus Perú. Und bei den Inkas und ihren Nachbarvölkern ist der Puma ein heiliges Tier. Sie lebt fernab der Heimat ihrer Großmutter und ihr Vater ist unbekannt. DarüberSeelen wie Lenchen und die eigene Erlebnisfähigkeit. Ich wünsche Euch gute Unterhaltung mit dem Felicitasroman, magischem Realismus aus verschiedenen Teilen der Welt und viel Erfolg bei der Arbeit an den eigenen Projekten! Liebe Grüße Paula Grimm © Paula Grimm, 2015

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Stella Engel: Der erste Schutzauftrag: 07. Das erste spirituelle Duell

Guten Tag Engelfans,

montags immer Engelroman! Und auch diesmal konnte ich mich an diese Regel halten. Heute wird Stella Engel spirituell getestet. Sie lernt Arunja kennen, die die Vertraute von Bendix Krämer in esoterischen Belangen ist.

Unter diesem Beitrag sind als Bonusmaterial zwei Artikel zum Thema Blindenschrift eingestellt. Ich wünsche Euch gute und informative Unterhaltung mit diesen drei Posts!

Liebe Grüße

Paula Grimm

07. Das erste spirituelle Duell

ungefähr eine Stunde später sitzen Arunja, Bendix und ich im ersten Stock an Bendix’ Schreibtisch.
a”Kindchen, du kannst jetzt nach unten in die Küche gehen und noch einen Kaffee trinken. Wenn wir entschieden haben, ob wir dich schon morgen arbeiten lassen, sagen wir dir dann bescheid. Aber es kann dauern. Schließlich haben wir auch noch andere Dinge zu besprechen.”
Und es gelingt Arunja sehr geschäftsmäßig zu klingen, während sie das sagt. Aber sie macht eine ungeduldige Handbewegung in meine Richtung, als wollte sie ein Insekt verscheuchen. Und ich weiß, dass sie sich darüber ärgert, dass ich ganz gelassen aufstehe, zur Tür gehe und diese langsam hinter mir schließe. Und es wundert mich überhaupt nicht, dass sie mir, nachdem die Tür geschlossen ist, “Teufelsweib!” hinterher spuckt. Ich halte wie durch ein leises Signal gewarnt inne. Denn die geschlossene Tür hält nichts von der Bosheit, dem Neid und der gekränkten Eitelkeit, die in diesem Wort stecken auf und von mir ab. Es ist diese ätzende Mischung ihrer Gefühle, die mir durch Mark und Bein geht. Schließlich bin ich in Menschengestalt und daher auch mit menschlichen Gefühlen ausgestattet. Der Begriff Teufelsweib macht mir dagegen überhaupt nichts aus, obwohl das natürlich vor allem in Engelskreisen ein echtes Schimpfwort ist, denn Luzifer, Satan oder wie man ihn auch nennen mag, ist ein abtrünniger Engel. Und das gilt auch für seine Anhänger, die ihm gefolgt sind.”Wir werden sie auf jeden Fall ab morgen arbeiten lassen. Sie kann wirklich was. Sie ist ein Goldesel. Aber sie braucht nicht zu denken, dass ich ihr nicht genau auf die Finger sehe. Und ich koche sie weich, damit sie ab 15. Juni auch bei unserer Fernsehsendung mit macht. Eine junge, große Frau, die einigermaßen gut aussieht und solche Fähigkeiten hat, ist ein Publikumsmagnet. An ihrem Stil müssen wir selbstverständlich auch noch feilen. Du siehst es ja nicht. Aber dieser nichts sagende Freizeitstil bei den Klamotten, das geht überhaupt nicht.”
Also gilt es auf der Hut zu sein. Ich beschließe nach unten zu gehen und wirklich noch mindestens einen Kaffee zu trinken. Ich habe es aber nicht eilig in die Küche zu gehen und mich auf den Platz zu setzen, an dem noch meine schöne, große Kaffeetasse steht. Ich habe Zeit über alles sorgfältig nachzudenken, denn sie werden mich absichtlich lange warten lassen. Das gehört zu dem, was Arunja weich kochen nennt und soll mich mürbe machen. Aber das macht mir nicht das Geringste aus. Denn meine Zeit ist ja die Ewigkeit.

Mein irdischer Chef und ich hatten nicht lange auf Arunja warten müssen, nachdem Bendix sie angerufen hatte. Als sie gekommen war, hatte sie erst einmal Sturm geklingelt. Und Thessa hatte im Arbeitszimmer von Herrn Bass aufgeregt angeschlagen.”Dieser Scheißköter!” hatte Bendix geschimpft, war umständlich aufgestanden und zur Haustür gewackelt. Als Bendix ihr die Tür geöffnet hatte, hatte sie ihren Vorgesetzten übertrieben herzlich gegrüßt. Küsschen links und Küsschen rechts.”Guten Morgen Bendix! Gut siehst du heute aus. Ist das ein neues Aftershave? – Interessant!”

Arunja ist eine Frau Anfang fünfzig. Sie ist mittelgroß, hat scharfe, graue Augen. Dagegen sind Haltung und die übrigen Gesichtszüge übertrieben weich und nebelhaft vergeistigt. Sie hat mittellanges, blondes, gelocktes Haar, von dem man nicht sagen kann, was davon natürlich oder vom Friseur ist. Während sie einander begrüßten, stand ich auf und ging Richtung Haustür. Es war genau die richtige Entscheidung, denn plötzlich wandte sich Arunja von unserem Chef ab und stürzte auf mich zu. Ich wollte sie nur einfach begrüßen. Ich wollte aber auf keinen Fall ein Küsschen links und ein Küsschen rechts. Also trat ich noch einen Schritt vor und streckte ihr einfach meine rechte Hand entgegen.
“Guten Tag, Stella Engel!” sagte ich freundlich aber nicht in besonders vertraulichem Ton. Darüber, dass ich so ruhig und entschlossen das tat, was ich für richtig hielt, war sie so erstaunt, dass sie mir einfach nur leicht irritiert ihre rechte Hand gab. Doch es war offensichtlich, wie gern sie zumindest für einen Augenblick vollen Zugriff auf mich gehabt hätte, obwohl das für sie gar keinen Nutzen hätte haben können. So leicht wird man meiner nicht habhaft. Natürlich hatte sie ihre Fassung nicht vollkommen verloren. Das war auch nicht meine Absicht gewesen, obwohl mir klar war, dass sie mich auf jede erdenkliche Art herausfordern wollte. „Ich will jetzt erst einmal die Unterlagen sehen!“ meinte Arunja.
Als ich ihr den Umschlag gab, der auf dem Tisch gelegen hatte, sah sie sich nur den Bogen an, auf den ich mein Profil eingetragen hatte. Nachdem sie meine Angebote gelesen hatte, schüttelte sie den Kopf sagte aber zunächst nichts dazu.

”Bevor wir an die Arbeit gehen, wäre es wohl doch gut, dass wir uns erst einmal ein bisschen kennen lernen!”
“Das ist gut! Da wir gerade dabei sind, wie heißen Sie eigentlich wirklich, Arunja?”
“Aber Kindchen, wir sind doch alle eine große Esoterikfamilie und per Du. Da reicht doch wohl mein Künstlername!”
Hätte ich ihr widersprochen, hätte sie sicherlich noch sehr lange darüber schwadronieren können, warum man in den spirituellen Kreisen immer vertraulich per du und künstlich nah ist. Aber auf solche Diskussionen hatte ich und habe ich keine Lust. Also beschloss ich es dabei bewenden zu lassen und sie bei bedarf mit Arunja und Sie anzusprechen.”Darf ich deine Aura lesen?”
Das hatte sie geschickt gemacht. Das muss man ihr lassen. In dem sie um Erlaubnis gebeten hatte meine Aura lesen zu dürfen, musste sie vor Bendix, der inzwischen wieder heftig schaukelnd auf seinem Platz saß, nicht zugeben, dass sie, obwohl sie eine erfahrene Auraleserin ist, meine Aura nicht ohne Weiteres hatte ansehen können.

Bezogen auf die Aura gibt es eine Grundregel, die für alle Wesen, auch für uns Engel, gilt. Die Aura, also die ureigenste Ausstrahlung, eines Wesens ist niemals vollkommen identisch mit der körperlichen Gestalt des Wesens, zu dem die Aura gehört. So sehen Menschen, die ein leuchtendes Wesen mit Flügeln und heiligen Schein sehen, eine Engelgestalt nicht aber die Aura des Engels. Die Gestalten von Engeln können verändert werden, weil wir übernatürliche Wesen sind. Aber unsere Aura bleibt immer gleich. Und Menschen können lernen die Aura anderer Menschen zu sehen und zu lesen. Aber sie können die Aura eines Engels normalerweise nicht sehen, weil wir unsere Aura bedeckt halten. Schließlich können Menschen nicht lernen die Aura eines Engels zu lesen., wirklich zu verstehen, was die einzelnen Elemente bedeuten Sehen können Menschen die Aura eines Engels nur, wenn der Engel sie ihnen zeigt. Aber, wenn Arunja meine ureigenste Ausstrahlung sehen wollte, so sollte sie es haben.”Natürlich dürfen Sie meine Aura lesen. Ich hab’ vor niemandem etwas zu verbergen!”Und während ich das sagte, machte ich eine Geste mit meiner linken Hand und streifte die Decke von meiner Aura kurzer Hand ab.
Ich kann meine Aura ohne Bedenken Menschen zeigen, denn das große, runde Leuchten, aus dem meine Aura besteht, ist kräftig, aber es blendet Menschen nicht. Die Größe und die Grundform meiner Aura bleiben immer gleich. Meine Ausstrahlung besteht auch immer aus den Farben mittelblau und purpurrot. Doch die innere Farbkonstellation meiner Aura verändert sich stetig. So ist beispielsweise ein blauer Punkt für eine gewisse Zeit in der Mitte, bevor sich dann ein purpurroter Mittelpunkt zeigt etc. Bei dieser Bewegung in meiner Aura handelt es sich nicht um eine Störung. Es ist einfach nur ein besonderes Merkmal meiner ureigensten Ausstrahlung. Aber Arunja hatte so etwas noch nie gesehen. Und als ich ihr verdutztes Gesicht sah, machte ich einfach die umgekehrte Handbewegung, um meine Aura wieder zu bedecken und fragte mit absichtlich unsicherem Ton in der Stimme: “Nun, stimmt was nicht?”
Arunja schloss ihre grauen Augen und stotterte mit leicht hysterischem Unterton in der Stimme: “Das ist – Das ist – Das ist doch keine Aura!”
“Wie bitte? – Aber, wenn es keine Aura ist, was ist es dann?”
“Es ist eine wabernde Ausstrahlung aus mittelblau und purpurrot. – Ich hasse purpurrot!”
“Aber eine Ausstrahlung ist eine Aura doch immer, gleichgültig, welche Form oder Farbe sie hat. Also ist es doch eine Aura. Und dafür, dass sie eine Farbe hat, die Ihnen nicht gefällt, kann niemand was!”Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich sie in einem Gebiet empfindlich getroffen hatte, in dem sie sich für ziemlich unverwundbar gehalten hatte. Aber das musste keineswegs bedeuten, dass sie es damit bewenden lassen würde. Es war wahrscheinlich, dass sie von mir erwartete, dass ich ihre Aura lesen und analysieren sollte. Dazu wäre ich leicht in der Lage gewesen. Aber ich wollte einfach nicht. Ich wollte über sie nicht mehr wissen als nötig. Und ich war mir sicher, dass ich alles, was ich über sie wissen musste, um mit ihr umgehen zu können, auch ohne das Lesen ihrer Aura erfahren würde. Also sagte ich:
“Ein persönliches Gespräch unter Kollegen ist wichtig und nützlich. Aber wir werden uns sicher gut genug kennen lernen, wenn wir nach oben gehen, und Sie erleben, wie ich berate und arbeite.”
Sie sah mir fest ins Gesicht. Aber sie konnte nichts Falsches in meinem offenen Blick entdecken. Sie fragte sich aber doch, ob es klug war, jemanden in die eigene Aura sehen zu lassen, der selbst so eine komplexe Aura hatte, wie ich sie nun mal habe. Das ” ist wahrscheinlich richtig! Aber eins möchte ich noch von dir wissen, Kindchen! Warum machst du keine Rückführungen, obwohl du sonst doch eigentlich alle spirituellen Techniken beherrschst?”
“Ich mache keine Rückführungen, weil ich mit Reinkarnationslehren alles Andere als gute Erfahrungen gemacht habe.”
“Aber man soll doch für alles offen sein und alles ausprobieren. Und in deinen jungen Jahren ist eine so deutliche Ablehnung wohl nicht angebracht. Schließlich hemmt eine derart kategorische Ablehnung deine spirituelle Entwicklung!”
“Es ist, wie ich es gesagt habe. Meine Erfahrungen mit Reinkarnationslehren ist überhaupt nicht gut. Und alles kann keiner. So ist das nun mal.”
Sie sah mich argwöhnisch an. Aber mein Blick war wie zuvor offen, ruhig und ehrlich. Und da blieb ihr nichts übrig, als es dabei bewenden zu lassen.

“Also, Bendix, geh’ schon mal vor und logg’ dich ein! Wir kommen nach.” Mein irdischer Chef machte sich geräuschvoll auf den Weg in sein Zimmer.
“Eins muss ich dir sagen, Kindchen! Bendix ist voll in Ordnung, aber er versteht nichts von den spirituellen Dingen, jedenfalls noch nicht! Du brauchst dich also überhaupt nicht zurückzuhalten. Aber du solltest auch nicht versuchen mich vor ihm blamieren zu wollen!”
Ich hatte weder das Eine noch das Andere vor oder schon getan. Doch mir war natürlich schon sehr bewusst, dass Arunja zumindest das Zweite bei mir versuchte. Sie wollte mich auflaufen lassen oder blamieren. Ich sollte als das frühreife, spirituelle Küken da stehen, das ich ihrer Meinung nach war und gefälligst bleiben sollte. Wir

gingen langsam die Treppe in den ersten Stock hinauf.
“Sein Schlaf- und Arbeitszimmer ist das letzte Loch, was dieser Leo in seinem Haus hat!” erklärte Arunja und öffnete die Tür, die sich linksseitig von der Treppe befand. Ein geräumiges Zimmer, in dessen Mitte ein großer Schreibtisch steht, das dazu noch einem geräumigen Einbauschrank einem gemütlichen, breiten Bett und einer Kommode Platz bietet, und dessen großes Fenster auf den Garten hinaus sieht, würde ich keinesfalls als ein Loch, erst recht nicht als das letzte Loch bezeichnen. Und doch muss ich sagen, dass wir einen Saustall betraten. Nur der Schreibtisch und die drei Stühle, die sich an den beiden Seiten seines Arbeitsplatzes befanden, waren aufgeräumt. Ansonsten herrschte das Chaos. Das Bett war nicht gemacht und war mit Kleidern übersät. Auf dem Boden lagen ebenfalls Kleiderbündel und Punktschriftzeitschriften herum. Auch auf der Fensterbank lagen Papiere und standen leere Cola- und Likörflaschen.

Bendix hatte auf der einen Seite des Schreibtisches Platz genommen und schaukelte gemächlich vor sich hin, während er an der Tastatur und Bedienelementen seiner Braillezeile herumfingerte. Der Computer war selbstverständlich schon eingeschaltet. Er hatte sich in die Seherline eingeloggt. Er gab mir das Telefon, und Arunja und ich setzten uns auf die Stühle, die sich auf der anderen Längsseite des Schreibtischs befanden.
Wir hatten gerade Platz genommen, als das Telefon auch schon klingelte.”Hellsehen ohne Hilfsmittel?” fragte arunja, und ich nickte und nahm das Gespräch entgegen. “Seherline! Hier spricht Stella und mit wem spreche ich?”
“Guten Tag! Hier spricht Doris!” antwortete eine unsichere Frauenstimme, und ich sah vor meinem inneren Auge eine rotblonde, mittelgroße Frau Mitte dreißig. Und mir kam augenblicklich der Verdacht, dass Arunja oder Bendix eine Kundin überredet hatten, mich anzurufen, um mich auf die Probe zu stellen. Und dann sagte sie auch noch: “Ich sollte, ähm, ich wollte fragen, ob mein Herzensmann zu mir kommt!”
Und ich sah, sehr genau, was sich im nächsten halben Jahr im Leben von Doris ereignen sollte. Ich spürte aber auch, wie Arunja versuchte Herrin der Situation zu werden, die Gedanken von mir und Doris zu “scannen” und ggf. zu manipulieren. Ihr Blick wurde plötzlich sehr stechend. Also wandte ich ihr meinen Blick zu und zeichnete genau in der Mitte zwischen ihr und mir mit dem Zeigefinger meiner linken, meiner Arbeitshand Anker, Herz und Kreuz in die Luft. Sie sah, dass ich meinen Finger bewegte, aber da ich Glaube, Liebe, Hoffnung ganz klein in die Luft schrieb, konnte sie es nicht erkennen.”Doris, ist es in Ordnung für dich, wenn ich dir alles ganz genau sage, was ich sehe?”
“Natürlich!” antwortete Doris. Ihre Stimme klang immer noch unsicher. Sie fragte sich wohl, ob sie alles in Arunjas Sinne richtig gemacht hatte, und ob Arunja auch mit meinem Vorschlag einverstanden war.
“”Bei deinem nächsten Einkauf im Supermarkt wirst du eine Frau treffen, die du seit Jahren nicht mehr gesehen hast, sie ist dunkelhaarig, in deinem Alter und du kennst sie aus deiner Kindheit, obwohl ihr früher nicht allzu eng befreundet wart, wird auch sie Dich sofort erkennen. Sie heißt übrigens Regine. Grüße sie einfach. Denn bei dem Gespräch, das sich dann entwickelt, wird sie dich zu sich einladen. Und spätestens, wenn du sie besuchst, wird es dir vorkommen, als hättet ihr euch gestern das letzte Mal gesehen und wärt beste Freundinnen gewesen. Denn sie wollte schon als Kind mit Dir gut befreundet sein. Du kannst ihr alles sagen, was dir auf dem Herzen liegt. Anders als die Menschen, die du sonst so kennst, wird sie dir nicht gleich mit Lösungsvorschlägen auf die Pelle rücken. Aber sie wird dir nach und nach nützliche Tipps geben. Und sie ist bekannt mit deinem Herzensmann, der gerade alles in seinem Leben verändert. Du wirst über sie wieder in Kontakt mit ihm kommen. Und wie gesagt, sie wird dir in den nächsten Monaten immer wieder mit Rat und Tat zur Seite stehen. Du wirst deine Wohnung behalten können, deine Finanzen in Ordnung bringen und die Partnerin deines Herzensmanns werden. Aber das alles wird ein halbes Jahr dauern und Schritt für Schritt vor sich gehen. Und die Menschen in deiner Umgebung werden ungeduldig werden und versuchen dich zu manipulieren. Übrigens, den Job, den dir dieser scheinbar so großzügige Mensch vorige Woche versprochen hat, wirst du nicht bekommen. Der feine, junge Mann wird dich nächste Woche sehr übel abkanzeln. Aber das macht nichts. Denn sobald der dir die Tür vor der Nase zugeschlagen hat, bekommst du ein anderes Angebot, auf das dich übrigens deine alte Bekannte und neue Freundin hinweisen wird.”
DA ich mir ansah, was mit Doris geschehen sollte, sah ich es nicht, aber ich spürte, dass Arunjas Gesichtszüge vollkommen entgleisten.”Doris, hast du noch Fragen?” “Nein, Stella! – Vielen, herzlichen Dank!”
“Spätestens ab 01. Juni schaltet mir der Betreiber meine E-Mailadresse frei. Wenn noch irgendetwas ist, kannst du mir in den nächsten vier Wochen schreiben und bekommst kostenfrei eine Antwort. Das gehört sozusagen zur Nachsorge.”
Ich hörte, dass sich Doris noch einmal herzlich bei mir bedankte, und dass Arunja und Bendix gleichzeitig tief Luft holten. Meine Kundin und ich, wir verabschiedeten uns voneinander, und ich drückte das Gespräch weg. Leise meldete sich ein Zweifel in meinem inneren Ohr. Denn ich hatte alles genau gesagt, nur den Namen des Herzensmanns hatte ich nicht ausgesprochen. Das war Arunja sicherlich nicht entgangen. Aber, was soll’s! Doris weiß von wem die Rede war.

Arunja starrte mich an.”Das mit der Nachsorge steht nicht im Vertrag, oder?”
“Stimmt, es steht nicht im Vertrag und auch nicht in den AGB. Aber es steht auch nicht in den Unterlagen, dass so ein Angebot verboten ist! Und ich für mein Teil werde dieses Angebot in mein Profil eintragen.”
“Mach’ dir keine Sorgen! Im November kommen die Verträge und AGB ohnehin auf den Prüfstand.”
Und während er das sagte, schaukelte mein irdischer Chef unverdrossen weiter.”Möchtest du auch ‘ne Zigarette?” fragte arunja. “Nein, danke, im Moment nicht!”
Arunja zündete sich eine Zigarette an und starrte in den Rauch, als könnte sie aus dem Zigarettenrauch lesen.”Du musst ein verdammt gutes Gedächtnis für deine Kunden und eine ausgezeichnete Gesprächsführung haben, wenn du so eine Nachsorge anbieten willst, ohne ständig ausgenutzt zu werden!”Und ich hörte aus dem Klang ihrer Stimme, dass sie davon ausging, dass ich weder ein ausreichend gutes Gedächtnis noch eine geeignete Gesprächsführungstechnik haben würde, um nicht ausgenutzt zu werden. Ich tat, als hörte ich diese Unterstellungen nicht. “Logg’ dich aus, Bendix! Wir versuchen mal etwas Anderes!”
Bendix drückte auf der Tastatur herum und kurze Zeit später wurde der Computer herunter gefahren.

“Bendix, hast du noch eine frage an Stella?”
Er tat, als müsste er scharf überlegen. Aber ich wusste, was er wissen wollte.
“Sie möchten wissen, wie es mit Magdalena weiter geht, und ob sie endlich ihrer habhaft werden können!” “Ich möchte vor allem erst mal wissen, ob sie überlebt!”
“Dazu steht allerdings etwas in den AGB und im Vertrag. Fragen nach gesundheitlichen Aspekten oder nach dem Ableben von Personen dürfen nicht beantwortet werden.”
“Aber wir sind hier doch unter uns, sozusagen unter Profis und Gleichgestellten!” Bendix nuschelte in einem Ton, den er wohl für beschwichtigend hielt.
“Nein, wir sind hier nicht unter Gleichgestellten. Denn Sie sind mein zukünftiger Vorgesetzter. Und diese, wie soll ich sagen, Grundregeln gelten für jede Beratung.”
Bendix machte ein beleidigtes Gesicht. Und mir wurde schlagartig bewusst, dass er wirklich geglaubt hatte, dass ich nur, weil ich diese Arbeit schneller antreten wollte als geplant, und weil er mein Chef sein würde, meine Prinzipien sofort über Bord werfen würde. Arunjas Gedanken gingen in die gleiche Richtung. Das spürte ich genau. Aber sie sagte: “Ähm, das geht wirklich nicht!”
Ihr stechender Blick glitt an mir ab, und ich erklärte vorsichtshalber:
“Sie wollen beide, dass ich ehrlich zu ihnen bin. Also bekommen sie eine klare und ehrliche Aussage. Ich werde Ihnen, Bendix, nichts über Magdalena sagen. Sie sind beleidigt, dass Sie seit über dreißig Jahren nicht bei ihr landen können und haben auch sonst keine guten Absichten, sind Besitz ergreifend und so. Da ist es wohl nicht angezeigt, Ihnen etwas über sie zu sagen.”
Wieder sah mein zukünftiger Chef wie eine beleidigte Leberwurst aus. Aber er sagte nichts, weil er einfach wusste, dass ich die Wahrheit gesagt hatte. Arunja stand auf und ging zu ihm. Sie flüsterte ihm etwas ins Ohr und streichelte ihm beruhigend über den Rücken.”Ihr passt sowieso sehr gut zueinander!” Dachte ich.

Als Arunja wieder zu ihrem Platz zurückkam schickte sie mich weg. “Stella!”
“Ja, Herr und Meister!”
“Stella, ich heiße Gabriel!”
“Was gibt es denn, Gabriel?”
“Du hast alles richtig gemacht. Und du bist jetzt gewarnt. Pass’ also auf, was Arunja in der nächsten Zeit macht.”

© Paula Grimm, 2015
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Sechs Punkte für sechs Punkte: Die Geschichte der Brailleschrift und ihre Bedeutung für die Blindenbildung und meiner Wenigkeit

Guten Tag Ihr Lieben, mit Schrift zu arbeiten ist für mich Beruf und Berufung. Das bedeutet in meinem Fall, dass ich ursprünglich in der Punktschrift zuhause bin. Denn ich bin seit Geburt vollblind und lese und schreibe die Schrift, die von Luis Braille im 19. Jahrhundert entwickelt wurde, seit über 40 Jahren. Diesen Artikel, der in ähnlicher Form bereits am 09. Dezember 2012 auf http://www.texthaseonline.com erschien, stelle ich in diesen Blog ein, da Ihr wissensolltet, wie wichtig und innovativ die Brailleschrift auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts sein kann, wie sie sich überhaupt entwickelt hat, und welche Bedeutung sie gerade für die blinden Personen im Engelroman, für mich und meine Schreibarbeit hat. Ich habe unter diesem Beitrag noch einen Artikel eingestellt, der vom modernen Gebrauch der Punktschrift mit Hilfe von Brailledisplays handelt, mit denen vollblinde Computernutzer privat und beruflich arbeiten. Brailleschrift und Bildung Ich weiß natürlich um die Probleme, die der Verbreitung der Brailleschrift im Wege stehen. So können beispielsweise viele blinde Kinder die Punktschrift nicht erlernen, da sie auf Grund anderer Behinderungen oder Erkrankungen nicht in der Lage sind, die Schrift zu ertasten und/oder ihr System zu begreifen. Die meisten Menschen erblinden in ihrer zweiten Lebenshälfte. So sind etwa 70% der Blinden 65 Jahre oder älter. Zu bedenken ist, dass auch bei diesen Menschen oft zusätzlich andere Behinderungen oder Erkrankungen wie Diabetes vorliegen, die das Erlernen der Blindenschrift unmöglich machen oder zumindest stark erschweren oder verhindern. Viele ältere Menschen wagen sich verständlicherweise nicht mehr an das Erlernen einer neuen Schrift. Und darüber hinaus findet noch lange nicht jeder Lernwillige Erwachsene an seinem Heimatort einen geeigneten Lehrer. Doch es gibt auch bezogen auf den Schrifterwerb interessante Projekte, die Erwachsenen helfen können, die Brailleschrift zu erlernen. Und das kann auch sehr viel Freude machen, wie das Projekt Pluspunkt von Hanni Wüthrich und Regula Schütz zeigt. Informationen darüber sind auf der Homepage: http://www.braille.ch unter dem Link Pluspunkt zu finden. Mich würde es freuen, wenn ich die Gelegenheit bekommen könnte, wieder Punktschrift zu unterrichten. Denn dann wäre es möglich dieses Lehrsystem mit seinen innovativen Zugängen zur Brailleschrift zu nutzen. Die Brailleschrift und meine Wenigkeit Obwohl ich kein Lobbyist in Sachen Punktschrift bin, liebe ich die Brailleschrift und mir ist bewusst, wie viel diese sechs Punkte für die Bildung und das Selbstverständnis blinder Menschen geleistet haben. Das liegt sicherlich nicht zuletzt daran, dass die Punktschrift von einem Blinden entwickelt und von den Blinden selbst angenommen und verbreitet wurde. Für mich gibt es sechs persönliche Punkte, warum ich die Punktschrift nach wie vor sehr schätze, und sie zusätzlich zu den neuen Möglichkeiten, die Hörbücher etc bieten, wieder verstärkt nutze. 1. Sie war und ist mir ein sinnvoller und guter Zeitvertreib vor allem in schlaflosen Nächten. 2. Ich kann beim Lesen und schreiben die Geschwindigkeit vorlegen, die gerade passt. 3. Wenn ich leise lese, erklingt meine innere Stimme bzw meine inneren Stimmen und die Vorstellungsgabe wird besonders beflügelt. 4. Vorlesen macht Spaß und ermöglicht es Texte immer wieder neu zu gestalten und zum Leben zu erwecken. 5. Nicht zu allen Texten, die ich lese oder schreibe, habe ich sofort eine abschließende Meinung. Daher war es vor allem in der Zeit vor den Computern gutLesestoff und selbst geschriebene Texte für einige Zeit zur Seite zu legen, um sie später zu verstehen oder zu bearbeiten. 6. Es ist ein gutes Gefühl beim Lesen oder Schreiben erleben zu dürfen, wie Kopf, Herz und Hand zusammenarbeiten. Ich habe seit dem 08. August 1972 intensiven und persönlichen Kontakt mit der Punktschrift, denn an diesem Tag wurde ich in die Rheinische Landesschule für Blinde in Düren eingeschult, die inzwischen Luis-Braille-Schule heißt. Zur Geschichte und Vielfalt der Brailleschrift Und jetzt folgt in diesem Post noch etwas über die Entwicklung der Punktschrift. Luis Braille wurde am 04.01.1809 geboren. Im Alter von vier Jahren verletzte er sich ein Auge an einer der Schusterahlen in der Schuhmacherwerkstatt seines Vaters. Das Auge entzündete sich. Und die Entzündung griff auf das andere Auge über, so dass Luis Braille vollständig erblindete. Von Kindesbeinen an wollte Luis Braille sich nicht damit abfinden, dass er Literatur nur durch das Vorlesen kennen lernen konnte. Er interessierte sich für unterschiedliche Ideen für Schriftsysteme, die haptisch erfassbar waren, z. B. für Reliefschrift, bei der die Druckbuchstaben der geläufigen Schwarzschrift tastbar gemacht wurden. Doch diese Übertragung von Strichen, gebogenen Strichen und Punkten stellten sich als zu groß für die Ertastung heraus. Im Alter von 11 Jahren lernte Luis Braille die sog. Nachtschrift, die der Artilleriehauptmann Charles Barbier entwickelt hatte, kennen. Aber auch diese Schrift mit ihren zwölf Punkten erwies sich als zu groß und kompliziert, um sie einfach mit einem Finger oder mit zwei Fingern, die einander folgen, zu ertasten. Luis Braille vereinfachte diese Schrift auf sechs Punkte. Durch Die Anregungen, die er durch Versuche mit anderen Tastschriften erhielt und durch Experimentieren gelang es Luis Braille im Jahr 1825 die Sechspunktschrift, die heute weltweit seinen Namen trägt, vollständig zu entwickeln. Außerdem entwickelte er die auf der Grundlage der Sechspunktschrift die Blindennotenschrift, mit der blinde Musiker auf der ganzen Welt Noten lesen und schreiben. Inzwischen ist die Brailleschrift als Grundlage weiterer Schriftsysteme für Blinde verbreitet, z. B. kyrillisches Alphabet, japanische Silbenschrift, Mathematikschrift etc. Luis Braille starb im Jahr 1852 an Tuberkulose. Den Siegeszug seiner Erfindung erlebte er nicht mehr. Im Jahr 1850 wurde die Brailleschrift an französischen Blindenschulen als verbindliche Kulturtechnik eingeführt. Die internationale Anerkennung als Schriftsystem der Blinden erfolgte am 09.12.1879. In diesem Jahr wurde die Sechspunktschrift auch in Deutschland anerkannt. Interessant an der Verbreitungsgeschichte der Brailleschrift sind die Vorbehalte, die sehende Blindenlehrer Luis Braille und seiner Erfindung entgegen brachten. So war der Direktor der französischen Blindenschule, an der Luis Braille lehrte, davon überzeugt, dass die Einführung dieser Schrift blinde Menschen von ihren sehenden Mitmenschen isolieren würde. In Deutschland wurde dieser Schrift sogar der Vorwurf der Subversion entgegen gehalten, denn sehende Blindenlehrer experimentierten im 18. und 19. Jahrhundert selbst mit verschiedenen Schriftsystemen. Und es war die Überzeugung mächtig, dass ein eigenes Schriftsystem, das von den Blinden selbst entworfen und unterrichtet werden konnte, keine Zukunft haben könnte. Dazu kam, dass auch blinde Blindenlehrer sehr umstritten waren. Doch vor allem ab Ende des 19. Jahrhunderts trug die Brailleschrift zur Emanzipation und Bildung blinder Menschen wesentlich bei. Dies ist sicher zu weiten Teilen der Tatsache zu verdanken, dass Luis Braille und seine Mitstreiter sehr sorgfältig experimentierten, um eine angemessene Punktekonstellation zu finden, die den Erfordernissen des Tastsinns entspricht. Liebe Grüße Paula Grimm Quellen Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Louis_Braille Zeitschriftenartikel: Manfred Weiser: Zur Geschichte der Blindenbildung. Zeitschrift für Sonderpädagogik. 1/1990 S.29-44 Homepage mit aktuellen Aspekten zum Thema Brailleschrift aus der Schweiz: http://www.braille.ch

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Punktschrift im Computer- und Handyzeitalter

Guten Tag Ihr Lieben,

in diesem Post geht es noch einmal um die Innovation, die die Brailleschrift für vollblinde Menschen darstellt. Denn die moderne Technik zeigt auf besondere Art und Weise, wie flexibel, vielseitig und angemessen die Punktschrift ist, was sie als Kulturtechnik der Blinden leistet, und wie flexibel und leistungsfähig ihre Anwender mit ihr umgehen. Dieser Artikel wird hier eingestellt, da Bendix Krämer und Leo Bass auch mit diesen modernen Hilfsmitteln arbeiten und Stella diese Technik im siebten Kapitel des Engelromans erwähnt.

Brailleschrift und moderne Technik

Inzwischen schreiben blinde Menschen nicht mehr nur mit speziellen Punktschrifttafeln oder Schreibmaschinen. Sie sind mit der Arbeit an handelsüblichen Computertastaturen vertraut. Brailletastaturen können an Smartphones und Computer angeschlossen werden. Derzeit gibt es sogar die Möglichkeit bestimmte Smartphones so einzustellen, dass eine Brailleeingabe über den Bildschirm des Handys geschrieben werden kann. Um den Computerbildschirm bei der Arbeit auslesen zu können, gibt es für Notebooks und Desktops verschiedene Screen Reader, die um eine Sprachausgabe oder einer so genannten Braillezeile erweitert sind. Dieser Artikel enthält eine kurze Information aus Wikipedia zu diesem Hilfsmittel. In Wikipedia werden Braillezeilen bzw. Brailledisplays wie folgt beschrieben: “Die Braillezeile, kurz Zeile, oder Brailledisplay ist ein Computer-Ausgabegerät für Blinde, das Zeichen in Brailleschrift darstellt. Üblicherweise werden sie durch Screenreader angesteuert, die Zeichen in ausgewählten Bildschirmbereichen auslesen und in Computerbraille darstellen. Dadurch können Blinde große Teile der Standardsoftware benutzen und selbstständig am Computer arbeiten. Die Funktion der Brailledarstellung basiert auf dem piezoelektrischen Effekt speziell gezogener Kristalle, die sich beim Anlegen einer elektrischen Spannung verbiegen und damit dann einen Stößel als Punkt aus einer Fläche herausragen lassen, elektronisch gesteuert, um die Zeichen in Blindenschrift aufzubauen. Die Benutzer können mit ihren Fingerkuppen die Zeichen abtasten. Es gibt Braillezeilen, die 20, 40 oder 80 Zeichen darstellen können. An der Braillezeile sind Steuertasten angebracht, mit denen der dargestellte Bildschirmausschnitt verschoben werden kann. Da für die Arbeit am Computer mehr Zeichen notwendig sind, als sich mit sechs Punkten darstellen lassen, wird zu den drei Punktzeilen der Standard-Brailleschrift oft eine vierte Zeile hinzugefügt, sodass acht Punkte zur Verfügung stehen. Auf diese Weise erhält man 256 Kombinationen. Die Codierung der Standardzeichen bleibt dabei jedoch weitestgehend gleich, die letzte Zeile bleibt lediglich leer. Alternativ können Screenreader auch eine Sprachausgabe bieten. Gegenüber dem Vorlesen sind Braillezeilen genauer und geben Wort für Wort wieder. Somit kann auch die Rechtschreibung direkt überprüft werden, ohne dass die Sprachausgabe buchstabieren muss. Da Braillezeilen nur in kleinen Stückzahlen hergestellt werden, sind die Produktionskosten entsprechend hoch. Der Anschaffungspreis für eine Zeile, die 80 Zeichen darstellen kann, beträgt ungefähr 10.000 €. Die Kosten hierfür werden in Deutschland bei vorliegender Indikation von der Gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. In Österreich werden die Kosten von den Bundessozialämtern und den Ländern erstattet.” In dem Artikel von Wikipedia, den ich hier auszugsweise zitiert habe, sind auch bildliche Darstellungen von Brailledisplays vorhanden, die Braillezeilen und ihre Funktion anschaulich machen. Da sowohl Braillezeilen als auch die Sprachausgaben, die ebenfalls über die Screenreaderprogramme gesteuert werden, den Inhalt des Computerbildschirms nur auszugsweise darstellen oder vorlesen, kann die Arbeit an Computern für blinde Nutzer effizienter und vereinfacht werden, wenn beide Komponenten zur Verfügung stehen.

Brailledisplays für den Arbeitsplatz

Blinde können einen Screen Reader und ein Brailledisplay für ihren Heimarbeitsplatz, also für den privaten Bedarf, bei ihrer Krankenkasse beantragen. Wer einen Computer allerdings für seine Arbeit benötigt, muss seinen Antrag bei öffentlichen Trägern wie der Bundesagentur für Arbeit oder auch beim Integrationsfachdienst einreichen. Der Antrag für die Komponenten, die einen Computerarbeitsplatz für einen vollblinden Arbeitnehmer ergänzen, wird durch den Arbeitnehmer gestellt, denn die Hilfsmittel sind für seinen persönlichen Bedarf am Arbeitsplatz bestimmt. Die Verträge, die der Arbeitnehmer mit dem Kostenträger eingeht, sehen häufig vor, dass die Hilfsmittel nach einigen Jahren in den Besitz des Arbeitnehmers übergehen. Auf diese Weise wird die Ausstattung des Arbeitsplatzes, z. B. nach fünf Jahren durch einen Neuantrag aktualisiert. Bevor die elektronischen Hilfsmittel in den Besitz des Arbeitnehmers übergehen, gehören sie offiziell dem Kostenträger. Auch Arbeitsplätze, an denen Vollblinde arbeiten, werden inzwischen auf diese Weise gefördert. Arbeitgeber können Lohnzuschüsse beantragen, wen sie behinderte Arbeitnehmer beschäftigen. Doch wie hoch und für welche Zeit Lohnzuschüsse gewährt werden, ist Sache der Bundesländer und daher nicht bundesweit einheitlich geregelt. Mit Computern oder Notebooks, die um die entsprechenden Hilfsmittel ergänzt werden, arbeiten blinde Arbeitnehmer in den verschiedensten modernen Berufen, z. B. in Callcentern und Telefonzentralen, als Sachbearbeiter in unterschiedlichen Arbeitsfeldern, als Schreibkräfte, bei Behörden, als Programmierer usw.

Liebe Grüße

Paula Grimm

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Braillezeile

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Vielfach lecker für Felicitas: Über peruanische und niederrheinische Gaumenfreuden

Guten Tag Ihr Lieben,

eine gute Mahlzeit hält Leib und Seele zusammen. Das sagt ein bekanntes Sprichwort, das immer und sicherlich auch überall auf der Welt Gültigkeit hat. Felicitas, ihre Großeltern und auch Mamita Tery gehen noch einen Schritt weiter und leben: „Eine gute Mahlzeit hält Leib und Seele zusammen oder bringt sie wieder zusammen, um sie zu stärken!! Das Bekenntnis dazu konntet Ihr ja schon im dritten Kapitel lesen: „Wir essen gut und gern!“ Also ist es an der Zeit über die Felicitas’ kulinarische Erlebniswelt zu schreiben. Hinzu kommt, dass es in Kapitel sieben und acht u. a., um das geht, was bei der Hochzeitsfeier auf die Tische kommt.

Im Verlauf des Romans wird es immer wieder Hinweise darauf geben, dass Felicitas die niederrheinische und die peruanische Küche kennt und zu lieben gelernt hat. Denn es gibt inzwischen viele Produkte der peruanischen Küche auch in Deutschland. Und ein Lebensmittel verbindet den Niederrhein mit Peru`, das ist die Kartoffel. Dazu muss allerdings erwähnt werden, dass es im Mutterland der tollen Knolle, in Peru` ungefähr 80 Kartoffelsorten gibt. Auf eine so reiche Vielfalt können wir am linken Niederrhein nicht zurückgreifen, obwohl man ja inzwischen auch exotischere Feldfrüchte im Feinkosthandel oder Großmarkt kaufen kann. Und Felicitas’ schmeckte sicherlich schon häufiger Ceviche, gebratenes oder gegrilltes Rinderherz etc. Und das mag sie genauso gern wie niederrheinisches Endivienuntereinander, Püfferkes usw.

Leckere und einfach Vielfalt aus Peru`

Sie hat bei vielen Feinschmeckern nach wie vor einen zweifelhaften Ruf, die peruanische Küche, obwohl es die peruanische Küche in einem strengen Sinn nicht gibt. Sie besteht aus verschiedenen regionalen Kochtraditionen und ist bei vielen Europäern verpönt, da ein Hauptbestandteil dieser Kochtradition gebratenes Meerschweinchen, Cuy Chactado ist. Die Nager stehen bereits seit vielen Jahrhunderten auf dem Speiseplan vor allem in der Andenregion. Die Tiere werden dort in Gruppen, wie es zu ihrer Art passt, als Haustiere gehalten, mit Küchenresten gefüttert, geschlachtet und zubereitet, wie es bis weit in das 20. Jahrhundert in vielen europäischen Ländern mit Kaninchen gemacht wurde. Und gerade bei Feinschmeckern stehen niedliche Tiere wie Kaninchen und Lämmer nach wie vor ganz oben auf dem Speiseplan. Traditionell gehören auch Lamas zu den Speisetieren. Ursprünglich spielte die Viehzucht allerdings keine große Rolle. Inzwischen gibt es aber auch Hühnchen, Rind-, Ziegen- und Schweinefleisch. Zusätzlich zu zahlreichen Kartoffelsorten werden viele Maissorten, Quinoa und Pfeffer gezüchtet. Kochbanane und Reis stehen ebenfalls auf dem Speiseplan.

Allmählich bessert sich der Ruf der peruanischen Küche, die vielseitiger ist, als man denkt. In den unterschiedlichen Regionen gibt es verschiedene Regionalrezepte. Nicht nur die regionalen Unterschiede tragen zur Vielfalt der peruanischen Küche bei. Die verschiedenen Völker, die in Peru? lebten und leben Wie Indianer, Chinesen, Spanier und Portugiesen tragen zur Vielfalt der Menüs bei. Und die neue Küche der Anden (Cocina nuevo andina), um deren Etablierung sich inzwischen viele Köche des Landes bemühen, zeigt die einfache Vielfalt, die Peru`kulinarisch zu bieten hat. Über die Einflüsse verschiedener Kulturen und die Vielfalt der peruanischen Regionalküchen informiert beispielsweise folgender Artikel. http://de.wikipedia.org/wiki/Peruanische_Küche.

Und damit kochen und essen in diesem Artikel keine graue Theoriefür Euch bleiben müssen, kommt hier ein bekanntes aber auch sehr einfaches Rezept mit Fisch und Meeresfrüchten aus der Küstenregion Peru`s: http://www.chefkoch.de/rezepte/817041186224172/Ceviche-Cebiche.html.Andere schmackhafte Rezepte aus unterschiedlichen Regionen des Andenstaates findet Ihr zum Beispiel auf: http://www.chefkoch.de/rs/s0/peru/Rezepte.html.

Im oben genannten Artikel von Wikipedia wird zusammengefasst gesagt, dass die Küche in den verschiedenen Regionen Peru`s meist sehr einfach ist. Eine Ausnahme ist Pachamanka. Dabei handelt es sich um einen Eintopf, der aus verschiedenen Fleissorten zubereitet wird und an Festtagen verspeist wird. Dass dieses Gereicht, das regional sehr unterschiedlich zubereitet wird, nur zu besonderen Anlässen angeboten wird, ist wohl auf die aufwendige Zubereitung zurückzuführen. Denn Pachamanka wird in einem Topf zubereitet, in dem die Zutaten vermittels heißer Asche und in Bananenblätter verpackt, ganz langsam gegart werden.

Als Getränke zu den Mahlzeiten werden beispielsweise Inka Cola, Chicha, CPisco, Pisco Spur Chicha, Chicha Morada, Matetee etc. angeboten. Pisco ist ein Weinbrand, der mit anderen Zutaten zu dem Cocktail Pisco Sour gemixt werden. Chicha ist Maisbier. Chicha Morada ist ein alkoholfreies Getränk aus lilafarbenem Mais.

Niederrheinische Leckereien

Wer bezogen auf den Niederrhein lediglich an den klebrigen Brotaufstrich aus Zuckerrüben, das Rübenkraut, denkt, unterschätzt die Nahrungsvielfalt der Region. Ich mag es übrigens auch nicht, das klebrig süße Rübenkraut. Dagegen schätze ich Püfferkes aller Art und liebe nicht weniger Endivienuntereinander, auch in der Wintervariante. Aber hier kommt das einfache Grundrezept: http://www.chefkoch.de/rezepte/472381140792109/Niederrheinische-Endivien-untereinander.html.. Getrunken wird Muckefuck, Altbier, klarer Schnaps (manchmal auch noch selbst destilliert) wie bei Senta der älteren. Und gegen eine gute Tasse Bohnenkaffee hat man in der Region, die so flach ist, dass man morgens schon sieht, wer nachmittags zum Kaffee kommt, auch nicht das Geringste einzuwenden.

Auch unsere Küche ist einfach und rustikal. Leckere Rezepte, zum Beispiel verschiedene Püfferkes findet Ihr hier: http://www.chefkoch.de/rs/s0/niederrhein/Rezepte.html.

Und da ist eine Sache, in der ich Felicitas allzu gut verstehe. Auch mir würde sie fehlen, die Grillagetorte. Hier kommt das Rezept dazu. Und auch das passende Bild fehlt auf der Webseite nicht: http://www.chefkoch.de/rezepte/745641177141608/Grillage-Torte.html. Wahrscheinlich werdet Ihr schon bei dem schmackhaften Bildmaterial, das dabei ist, heiß auf Eis und versteht, warum Felicitas im siebten Kapitel, das Ihr direkt unter diesem Post findet, diese Leckerei vermisst.

Ich wünsche all’ Zeit guten Appetit nicht nur, wenn sich peruanische und niederrheinische Küche begegnen!

Liebe Grüße

Paula Grimm

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